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Quelle: SPIE FLEISCHHAUER

Data Center / Virtualisierung

Ein data center (=Rechenzentrum) ist ein Bereich einer zentralen Datenverarbeitung. Für den Aufbau, die Erweiterung oder Optimierung des Rechenzentrums bieten wie Ihnen folgende Leistungen an:

  • Infrastruktur
  • Virtualisierung
  • Storage / SAN- und NAS Server

SERVER-VIRTUALISIERUNG

Bei der Server-Virtualisierung werden physikalische Server (z. B. Exchange-Server, File-Server, SQL-Server etc.) durch einen oder mehrere Virtualisierungs-Server ersetzt, die die bisherigen Einzelsysteme auf logischen Laufwerken abbilden. Im Zuge der Virtualisierung wird die Datenspeicherung nicht mehr in der Hardware der Serverkomponenten vorgenommen, sondern auf ein separates Storage-System ausgelagert und somit eine optimalere Ressourcennutzung erreicht. In Abhängigkeit von den jeweils zeitgleich benötigten Applikationen und Rechenkapazitäten, werden diese virtuellen Server von der Virtualisierungssoftware bedarfsgerecht zu- und abgeschaltet. Die Folge: Die Energiekosten können um bis zu 80 % gesenkt werden, da eine deutlich geringere Anzahl an Serverkomponenten auch eine geringere Anzahl an Netzteilen und Prozessoren bedeuten, die selbst viel Strom verbrauchen und dabei Abwärme produzieren, die wiederum durch „Energie fressende“ Klimatechnik herunter gekühlt werden muss. Weiterhin werden durch die Serverkonsolidierung die Betriebs- und Instandhaltungskosten der Systeme nachhaltig gesenkt.

STORAGE-VIRTUALISIERUNG

Bei der Storage-Virtualisierung können die Festplattenkapazitäten von Storage-Systemen mit Hilfe einer separaten, zentralen Verwaltungseinheit aus Hard- und Software virtualisiert werden. Das bedeutet, dass damit virtuelle Speicherkapazitäten entstehen, die dann quasi beliebig den virtuellen Servern zugewiesen werden können. Damit wird es möglich, Wartungs- und Konfigurationsarbeiten an den Storage-Systemen zu jeder Zeit während des laufenden Betriebes durchzuführen, ohne die Verfügbarkeit des Gesamtsystems zu beeinträchtigen. Besonders attraktiv ist dies für Unternehmen, die nur geringste Wartungsfenster und Stillstandzeiten tolerieren können oder solche, die weltweit agieren und deren Mitarbeiter durch Zeitverschiebung zu unterschiedlichen Uhrzeiten Zugriff auf die Daten benötigen.

Durch eine redundante Auslegung der virtualisierten Systeme (Server und Storage) und deren Verteilung auf unterschiedliche Standorte, lässt sich die Verfügbarkeit des Gesamtsystems sowie der Schutz der Daten vor Verlust , z. B. durch einen Brandfall oder Einbruchdiebstahl, weiter steigern.

Storage-Virtualisierung
Storage-Virtualisierung

DESKTOP- VIRTUALISIERUNG

Bei der Desktop-Virtualisierung werden die Betriebssysteme der einzelnen PC-Arbeitsplätze in das Rechenzentrum verlagert und mithin die in Anschaffung und Systembetreuung kostspieligen, meist weit im Unternehmen verteilten Arbeitsplatzrechner durch sogenannte Thin-Clients ersetzt. Ermöglicht wird dies durch die Implementierung einer Desktop-Virtualisierungs-Lösung, ebenfalls bestehend aus Hard- und Software. Wartungs- und Konfigurations-arbeiten können in einer entsprechend virtualisierten Umgebung „remote“ im Serverraum durchgeführt werden, wodurch jeder Client sein Setup von einem zentralen Punkt „aus der Ferne“ erhält. Aufwändige Roll-Outs bei Software- und / oder Releasewechseln sowie andere zeit- und wegeintensive Arbeiten in der Clientbetreuung gehören somit der Vergangenheit an.

Die Beeinträchtigung der Anwender im Zuge eines Virtualisierungsprojektes gestaltet sich schrittweise unterschiedlich. Die Umstellung auf virtualisierte Server kann im laufenden Betrieb erfolgen. Bei der Storage-Virtualisierung hingegen, ist eine einmalige Abschaltung des gesamten Systems notwendig, da eine externe Verwaltungseinheit zwischen Server- und Storagesystem eingebunden werden muss. Bei der Desktop-Virtualisierung wird die Arbeit immer nur eines einzelnen Anwenders für die Zeit des Aufbaus des Thin-Client und des Abbaus des Arbeitsplatz PCs beeinflusst.

 

Das Ergebnis der Virtualisierung ist eine hohe Verfügbarkeit und Skalierbarkeit der Server- und Speicherkapazitäten, eine einfachere und zentrale Verwaltbarkeit der IT-Infrastruktur , die Einsparung von Ressourcen sowie der Zugewinn von Sicherheit und Performance auf breiter Ebene, vom Desktop bis zum Rechenzentrum.

Was passiert nach der Virtualisierung?

Nach erfolgreicher Virtualisierung von Unternehmensressourcen und der damit einhergegangenen Reduzierung von Hardware und Energiekosten, entstehen andere Ziele, die mit dieser (Plattform/Architektur) erreicht werden sollen. Immer mehr im Fokus steht dabei die einfache Skalierbarkeit dieser Systeme, um den immer schneller wachsenden Unternehmensanforderungen „am besten just in Time“ gerecht zu werden.

Daraus resultierende Fragen wie:

  • Wie kann ich nach der Virtualisierung meiner Komponenten den Überblick über diese schnell wachsenden Systeme behalten?
  • Wie kann ich meinen wachsenden Datenbestand nach der Virtualisierung weiterhin effizient sichern und im Notfall sogar am besten ohne Zeitverlust wieder darauf zugreifen?

All diesen Fragen begegnen wir mit Virtualisierungstechnologien, die sowohl für kleine zentrale Installationen als auch für große dezentrale Unternehmenslösungen eingesetzt werden können. So kann sowohl die Weiterentwicklung der Unternehmens-IT-Strukturen als auch die Aufrechterhaltung der Unternehmensprozesse in jeder Phase eines solchen Projekts ermöglicht werden. Es ist uns wichtig, dass die Systeme unserer Kunden auch nach der Virtualisierung sich weiterentwickeln und bereits angeschaffte Ressourcen, wie Server und Netzanbindungen, ohne Systemausfallzeiten in diesem Entwicklungsprozess weiter bestehen können.

Unser Bestreben ist es, in jeder der Ausbaustufen im Rahmen der Virtualisierung einen möglichst gleichbleibenden Funktionsumfang zu gewährleisten. Daher begleiten wir jeden Aufbau der Virtualisierung mit einer Auswahl an Software, die es ermöglicht, jede Ausbaustufe von Unternehmens-IT gleichermaßen zu unterstützen.

So können wir schon ab der kleinsten Ausbaustufe Funktionen wie: 

  • Replikation virtueller Maschinen
  • Verschlüsselte Datensicherung
  • Archivieren von Datensicherungen in ausgelagerte Systeme
  • System und Prozess-Monitoring

realisieren. Das hat für unsere Kunden den Vorteil, dass wir sowohl auf die Anforderungen vom KMUs, egal in welcher Ausbaustufe sich der Einsatz der Virtualisierung in der Unternehmens-IT gerade befindet, reagieren als auch bei der Weiterentwicklung bereits großer komplexer Strukturen unterstützen können. Einen ersten Einblick in diese komplexe Thematik geben wir unseren Kunden und Interessenten in unseren Frühstücksforen unter dem Titel „Server + Storagetrends: Die Zukunft der Virtualisierung“. Die Veranstaltungstermine finden Sie hier.